18.06.2007

Wettkampfsaison  2007

 

6 Wochen Gips…

… lautete diesmal die Anordnung von Dr. Radas  nach meinem MRT-Befund am 18.06.07. Meine Knochenstruktur hatte sich innerhalb der letzten 4 Wochen kaum verändert und das Ödem im Mittelfuß war leider nicht verschwunden. Also jetzt diese drastische Maßnahme…Das bedeutet natürlich auch, dass ich meine Ambitionen, doch noch für die Osaka-4x400m-Staffel fit zu werden, begraben muss.

Ich werde mich jetzt voll und ganz auf die Heilung und die anschließende Reha konzentrieren, um dann wieder anzugreifen!

Liebe Grüße an alle!

Eure Claudia

22.05.2007

Wettkampfsaison  2007

 

Geduldig sein…

… das ist es, was mir Dr. Radas am 21.05.07 mit auf den Weg gab.

Ich hatte soeben einen Vorfußentlastungsschuh bekommen, mit der Auflage ihn 4 Wochen tragen zu müssen. Dies war in diesem Moment gleichbedeutend mit 4 Wochen Verzicht auf spezifisches Training und der Absage aller Wettkämpfe in der nächsten Zeit bis hin zur WM in Osaka.
Ich hatte alles versucht: nachdem Mitte April bereits eine Stressreaktion im Mittelfuß festgestellt worden ist und ich schon einmal 3 Wochen nur im Wasser und auf dem Ergometer trainieren konnte, fing ich wieder mit dem normalen Training an. Das lief dann auch so gut, dass ich nach Kienbaum ins Trainingslager fahren konnte.

Aber schon nach einigen Tagen kamen die Beschwerden zurück und ein normales Training war kaum möglich. Als ich dann trotz reduzierten Trainings wegen der starken Schmerzen nicht einmal mehr normal Gehen konnte, brach ich am 20.05.07 die Saisonvorbereitung ab und fuhr nach Sendenhorst in die Klinik.

Die Diagnose war die gleiche wie vor ein paar Wochen, nur diesmal sieht die Therapie konsequenter aus und ich darf wirklich 4 Wochen lang nicht laufen.

Vor genau 9 Jahren hatte ich am 20.05.1998 einen Autounfall mit relativ ernsten Verletzungen. Dieser Tag ist allerdings nicht mein schwarzer Tag, sondern wird von mir als 2. Geburtstag gefeiert. Warum also sollte ich diese Verletzung nicht wieder als Herausforderung und Motivation ansehen mich wieder aus dieser Misere herauszukämpfen.

So viel steht fest: ich werde versuchen am Ende der Saison noch einen Wettkampf zu laufen, denn mein Lebensmotto sagt hoffentlich alles: „Think positive“!

Bis bald

Eure Claudia

 

25.04.2007

Südafrika 2007

 

Hallo an Alle, die so lange gewartet haben…

Ich muss mich bei allen entschuldigen, die seit Oktober keinerlei News mehr hier gefunden haben… Durch meine Verletzung im Winter (Entzündung im ISG und Beugerzerrung) und die Komplettabsage meiner Hallensaison hatte ich einfach keinen Nerv auch noch haarklein darüber zu berichten…
Inzwischen stehe ich seit Anfang Februar wieder im Training für die Hürden-Saison und ich war schon mit vielen anderen Athleten im Höhentrainingslager in Potchefstroom in Südafrika. Es war sehr schön, sehr schön anstrengend und die weite Reise wirklich Wert.

Neben vielen neuen Eindrücken kam ich leider auch mit einer Fußverletzung wieder nach Hause, die mich aber im Trainingslager noch nicht weiter beeinflusst hatte, so dass ich vor Ort noch alle Trainingseinheiten vor allem mit den 400m-Frauen bewältigen konnte.

Meine Trainingsgruppe war diesmal auch zahlreich vertreten und wir haben uns samt René, Basti und Coach Jarosch sehr gut dort verkauft.

Jetzt heißt es für mich erstmal wieder fit werden und dann ab ins nächste Höhentrainingslager – diesmal in unser alt bewährtes Windhoek (Namibia). Dies wird Teil 2 der Höhenkette, die in diesem Jahr die Vorbereitung auf meine Wettkampfsaison und dann natürlich auf die WM in Osaka gewähren soll.

Also drückt mir bitte die Daumen für eine schnelle Fußgenesung und ein schönes Trainingscamp in der Sonne Namibias. Danach melde ich mich sicherlich bald wieder…

Bis dahin liebe Grüße an alle!

Eure Claudia

 

20.10.2006

Oktober 2006

 

Hi Hi…

Zum Ende der Saison noch ein paar resümierende Gedanken:
Ich denke, ich kann stolz sein, auf das, was ich erreicht habe (auch wenn ich mich immer wieder für Platz 4 bei der EM rechtfertigen muss).
Ich hab mehr geschafft, als ich mir in diesem Jahr zugetraut habe und ich glaube, ich habe jetzt auch den letzten Zweifler davon überzeugt, dass die Hürden mir ganz gut stehen.
Natürlich gab es – wie in jedem Jahr – auch Tiefen:
Ich hätte nach der durchwachsenen Hallensaison nicht geglaubt, noch einmal so gut auf die Strümpfe zu kommen. Hierfür möchte ich am meisten Peter Müller und seinem Team aus dem Therapiezentrum in Sendenhorst danken.
Auch der Auftritt beim EC in Malaga hat mir nicht gut getan und trotzdem bin ich wieder gesund und fit geworden. Dafür zuständig war vor allem Doc Schlegel und Axel Kautz.
Und dafür, dass ich in Göteborg auch im 5. Lauf noch ganz flott auf der Bahn stehen konnte, kann ich nur Horst Friedl und Klaus Heuchemer danken.
Aber alles in allem hat natürlich mein Coach mit seiner unendlichen Ruhe und Überlegtheit diesen „Sieg“ eingefahren und ich bin ihm einfach nur dankbar und sehr froh, dass ich ihn für diesen Job gewinnen konnte.

 Jetzt geht’s bald wieder los mit dem Wintertraining und ich bin motiviert und gespannt, was die neue Saison bringen wird.

Bis dahin, alles liebe

Eure Claudia

 MOTIVIERT FÜR GEWAGTE SCHRITTE (Danke, Herr König!!!)

 

20.08.2006

Europameisterschaft

Göteborg 2006:

HEJ HEJ an alle und GOD DAG!

Wieder heimgekehrt aus Göteborg schaffe ich es nun endlich, kurz meine Eindrücke zu schildern. Das Land, die Menschen und die ganze Wettkampfwoche waren einfach nur super.
Ich hab die Tage dort sehr genossen und auch der Erfolg stellte sich zum Glück ein. Aber der Reihe nach:

 12Uhr am Montag (07.08.06) durfte ich zum Vorlauf über 400m Hürden antreten, war aber noch etwas müde, unsicher und mit Platz 3 (in 56,06s) nur begrenzt zufrieden, aber sicher in der nächsten Runde.

 Im Halbfinale musste ich Bestzeit laufen, um ins Finale einzuziehen - das war mir schon vor der Anreise nach Göteborg klar. Ich befolgte die Anweisungen meines Coaches und machte zwischen den Hürden „einfach“ mal ein bisschen Druck. Am Ende standen für mich unglaubliche 54,80s auf der Uhr. Ich war überglücklich mit der Zeit und sehr sehr froh, damit das Finale erreicht zu haben.

 Am Mittwoch (09.08.06) Abend war es dann so weit. Ich genoss die Atmosphäre im vollen Ullevi-Stadion und rannte mich bis auf Platz 4 vor. Sehr glücklich war ich auch über die zweite Zeit unter 55 Sekunden innerhalb von 24Stunden.

Die gleiche Kraft und Motivation konnte ich nun in die Staffel legen. Leider musste ich den Vorlauf mit bestreiten und stand somit am Sonntag im 4x400m Finale vor dem fünften Rennen in dieser Woche. Aber ich war motiviert und froh, noch eine Runde in diesem Stadion drehen zu dürfen. Am Ende konnte ich nicht mehr als Platz 5 holen, wobei ich mir mit 50,90s für meinen 400m-Part keine großen Vorwürfe machen durfte. Traurig waren wir schon ein wenig.

 Abschließend kann ich zu dieser EM nur sagen, dass ich sehr stolz darauf bin, dieses Ereignis miterlebt und meine Bestleistung so gesteigert zu haben. Ich konnte mich freuen, staunen und strahlen und werde diese Tage nie vergessen.

Vielen Dank für das viele Daumendrücken!!!

Bis bald

Liebe Grüße Claudia

 

19.07.2006

Höhentrainingslager

Kühtai 2006:

Grüß Gott aus Kühtai! :-)
 
Liebe Grüße von der Alm, verbunden mit einem großen Dankeschön für's Daumendrücken am Wochenende.
Die Deutschen Meisterschaften liefen in Anbetracht der Tatsache, dass ich die Hürden komplett aus dem vollen Training gelaufen bin, sehr gut. Schade war natürlich die 1/100 s (56,01s), die mir zur Normerfüllung fehlte, aber im Endeffekt hat es für die Nominierung für die EM in Göteborg gereicht.
Ich bin jetzt noch bis 22.07. im Höhentraining hier in Kühtai (Österreich bei Innsbruck) und bereite mich dann auf die DLV Gala in Nürnberg vor. Dort werde ich noch einmal 400m laufen, um zu zeigen, dass ich auch fit bin für die 4x400m-Staffel bei der EM.
Danach folgen ein paar Tage Kienbaum zusammen mit den Staffel-Mädels und dann geht's auch schon ab nach Schweden.
Vorher hört Ihr sicherlich noch etwas von mir!
 
Alles Liebe!
 
Eure Claudia

30.06.2006

Europacup

Malaga 2006:

Hallo Ihr LiebenAlles Liebe!
 
Ich melde mich vom Europacup in Malaga zurück, natürlich mit viel Enttäuschung im Gepäck aber auch um einige Erfahrungen reicher:

Was hier wie eine Floskel klingt, ist sehr ernst gemeint: nach 7 Tagen Krankheit (grippaler Infekt mit beginnender Bronchitis) konnte ich bei 4m/s Gegenwind ab der 6. Hürde einfach nichts mehr ausrichten und einmal aus dem Rhythmus raus, war ich nicht in der Lage das irgendwie zu kompensieren

Ich weiß, dass ich zu der schlechten Mannschaftsleistung beigetragen habe und dafür gibt es wenig Entschuldigungen, aber diese Erfahrung sagt mir nun, dass es ein Fehler war in Malaga an den Start zu gehen, auch wenn der Staffellauf ganz okay war und ich das Vertrauen des Bundestrainers zum Glück bestätigen konnte.

Ich arbeite nun hart an meiner Form und versuche ganz schnell wieder auf die Beine zu kommen. Dafür werde ich die nächsten 3 Wochen zusammen mit Claudia Hoffmann in Kühtai (Innsbruck) in 2000m Höhe verbringen und nur mal einen kurzen Zwischenstopp in Ulm (Deutsche Meisterschaften am 15./16.07.06) einlegen.

Drückt mir die Daumen das im Training alles klappt und der DLV mich trotz aller Miseren für die EM nominiert!

Ich berichte wieder aus der Höhenluft, bis dahin alles Liebe!

Eure Claudia

 

02.05.2006

Höhentrainingslager

Namibia 2006:

Nach langer Zeit mal wieder ein paar News von mir:
die Hallensaison verlief aufgrund von Rückenproblemen und Beugerverletzungen durchwachsen, aber mit meinen 52,09s aus Birmingham war ich doch sehr zufrieden.
Den Europacup in Lievin allerdings musste ich wegen der Gesundheitsprobleme absagen.
Um meinen Körper wieder fit zu bekommen, verbrachte ich eine Woche im Therapiezentrum der orthopädischen Klinik in Sendenhorst und kurierte meinen Rücken (Dank der Hilfe von Dr. Radas, Peter Müller und seinen Mitarbeitern) komplett aus. Seitdem geht es mir viel besser und ich konnte schmerzfrei das Training für die Sommersaison starten.
Die letzten 3 Wochen verbrachte ich im Höhentrainingslager in Windhoek (Namibia). Ich begab mich mit ein paar anderen 400m-Mädels (u. a. Claudia Hoffmann und Uli Urbansky) auf komplett neues Terrain, da wir alle noch keine bis wenig Erfahrungen mit der dünnen Luft hatten. Es war eines der schönsten Trainingscamps, in denen ich bisher gewesen bin. Wir konnten gut trainieren, das Land ist fantastisch (Zeit für eine Safari hatten wir auch) und nun hoffen wir, dass uns die Höhenluft gute Voraussetzungen für die Saison bringt.
Eines unserer größten Erlebnisse könnt ihr bei Leichtathletik.de unter News („Namibia-Küchenschürze statt Top und Tight“) nachlesen – das war Afrika pur!!!
Nächste Woche (nach meiner hoffentlich bestandenen letzten Diplomprüfung) fahre ich noch einmal für 2 Wochen nach Kienbaum ins Trainingslager, um mit den Mädels aus dem 400m-Hürdenkader am letzten Hürdenschliff und der Tempohärte zu feilen.
Danach melde ich mich bestimmt wieder!

Alles Liebe, Grussi Claudia.

 

23.12.2005

Weihnachtsgrüße

2005:

Ein schönes Weihnachtsfest für alle und natürlich einen guten Rutsch ins neue Jahr, verbunden mit viel Gesundheit!!!

 

Ich verbringe Weihnachten bei meiner Familie und  erhole mich ein wenig von den letzten Trainingswochen.Der Trainingseinstieg im Oktober verlief etwas  zäh, da ich mal wieder an Angina erkrankt war und somit erst 2 Wochen später mit dem Training beginnen konnte. Auch im Verlaufe der letzten 2 Monate plagten mich gesundheitliche Rückschläge vor allem durch  Rückenschmerzen und meine alt bekannten Probleme mit dem Oberschenkel. Ich denke aber, ich habe das mit Hilfe meines  Trainers und einer guten physiotherapeutischen Betreuung in den Griff bekommen, so dass ich normal in die Hallensaison am 29.01. in Karlsruhe einsteigen kann. Ich habe ca. 5 Starts über 400m in dieser  Hallensaison geplant und werde mich hoffentlich auch für den Hallen-Europacup  qualifizieren. Die Hallen-Weltmeisterschaften habe ich nicht im  Blick, da ich mich lange und gut auf die 400m-Hürden Saison vorbereiten  will.Denn die Hürden stehen nächstes Jahr wieder  im Mittelpunkt, weil ich denke, dass der Disziplinwechsel mich persönlich und  leistungsmäßig sehr viel weiter gebracht hat!

 

Also noch mal: MERRY CHRISTMAS und liebe  Grüße,

Eure Claudia!

 

15.08.2005

Leichtathletik WM

Helsinki 2005:

Hallo Ihr Lieben!

Inzwischen bin ich aus Helsinki wieder in der Heimat gelandet und fühle mich ziemlich kaputt und fertig.

Das ist nach 4 Läufen sicherlich nichts Ungewöhnliches; aber der Reihe nach:

Mein Vorlauf über die 400m Hürden am 10.08. verlief trotz der schlechten äußeren Bedingungen ganz gut. Das änderte sich schlagartig an der letzten Hürde, vor der ich - wahrscheinlich aus Angst nicht hinzukommen - dribbelte und so nur mit 56,60s knapp ins Halbfinale einziehen konnte.

Am Donnerstag wollte ich alles besser machen. Zu Hilfe kam mir das Los der Bahn 8, auf der ich meine Ruhe hatte und mein eigenes "Ding" durchziehen konnte. Ich kam in meinem Halbfinale zwar nur als Fünfte ins Ziel, wurde insgesamt allerdings Elfte. Einige Zeitungen sprachen im Nachhinein von einem verpassten Finale, aber für mich war die Welt in Ordnung. Ich war im 7. Hürdenrennen meines Lebens Elfte der Welt (und Fünfte Europäerin) geworden, was mir für die EM in Göteborg im nächsten Jahr, Hoffungen verleiht.

Das Staffelrennen am 13.08. erwies sich dann als weitaus uneindeutiger. Claudia Hoffmann, Korinna Fink, Ulrike Urbansky und ich wurden nach einem guten Vorlauf (3:27,96min) leider nur auf Rang 9 gelistet, aber durch eine Disqualifikation der US-Ladies standen wir dann doch im Finale.

Der Lauf am Sonntag war mannschaftlich nicht ganz so gut, wie am Vortag (3:28,39min), aber wir konnten wieder von Regelverstößen anderer Teams (Weißrussland & Brasilien) profitieren und belegten am Ende Platz 6.

Mein Einsatz auf der Position 1 in dieser Staffel war für mich eine relativ harte Aufgabe, da ich glaube, im Kampf Frau gegen Frau größere Stärken beweisen zu können. Aber das Team hatte sich als Aufgabe gemacht, auf den vorderen Positionen im Feld der anderen Teams mitzulaufen und das erforderte eine Aufstellung, wo Claudia und ich - als Stärkere unserer Staffel - an den Anfang gestellt werden mussten. Im Großen und Ganzen waren wir ein Super-Team und wir haben uns für das nächste Jahr noch viel, viel mehr vorgenommen.

Bis bald! Und Danke für alles Daumendrücken! Ciao Claudia.

 

25.02.2004:

Heute musste ich wegen einer starken Erkältung den 200m Lauf für den Freitag beim Meeting in Chemnitz absagen. Ich fühlte mich im Training sehr schlecht und denke, dass ich nicht in der Lage sein werde, meinen Erwartungen bei einem erneuten 200m-Lauf gerecht zu werden.

21./22.02.2004

Deutsche Hallenmeisterschaften in Dortmund:

Der Vorlauf (21.02.) über 400m war wie erwartet und wie ich auch in den letzten Jahren schon erfahren hatte sehr schwierig. Ich war dort nervöser als im Endlauf, obwohl es dafür eigentlich keine Erklärung hatte. Die 53,17s mit der ich ins Ziel lief waren dann zwar immer noch die schnellste Vorlauf-Zeit, aber im großen und ganzen nichts Tolles.

Im Endlauf am Sonntag erwischte ich dann in der neu eingeführten Auslosung zwischen Bahn 3 und 4 auch noch meine ungeliebte Außenbahn und hatte schon Angst, dass mich Jana Neubert von Bahn 3 aus jagen würde. Ein bisschen so war es dann auch. Ich lief zwar als Siegerin in 52,51s ins Ziel, war aber über die Zeit nicht sehr glücklich. Jana konnte natürlich in meinem Sog eine gut Zeit laufen, aber ich ärgerte mich schon, dass ich ihr nur 4/10 Sekunden abnehmen konnte und mein Sieg nicht so souverän ausfiel, wie alle - und vielleicht auch ich - erwartet hatten.

Um so schöner war dann der zweite Sieg an diesem Nachmittag. Ich konnte mit meiner Vereinsstaffel alle anderen über 4x200m toppen und wir liefen in Vereinsrekord von 1:35,85s ins Ziel. Mit mir dabei waren Nadine Balkow, Anja Neupert, Katharina Gröb und Sandra Schmadtke, die zwar den Endlauf nicht laufen konnte, aber um so wichtiger am Samstag und als Ersatzfrau am Sonntag für uns war.

Alles in allem war es ein schönes und erfolgreiches Wochenende und ich konnte das Double von den Deutschen Meisterschaften draußen wiederholen.

 

14.02.2004

EUROPACUP in Leipzig:

Ich war stolz darauf, wieder einmal für Deutschland die 400m in Angriff nehmen zu können und freute mich auf einen guten Lauf. Mit Bahn 4 hatte ich eine sehr gute Auslosung erwischt, zumal die Russin Olesya Krasnomovets noch vor mir in den Blöcken saß und auch die Griechin in meinem Blickfeld war, mit der ich vom Europacup im letzten Jahr draußen noch eine Rechnung offen hatte.

Der Lauf an sich war sehr rund, ich konnte zwar vorn mit der Russin nicht mitlaufen, kam aber auf den letzten 100m noch ein wenig näher an sie heran und wurde Zweite.
Als das Ergebnis an der Videowand eingeblendet wurde, war ich mir sicher, ich hatte die Hallen-WM-Norm geknackt und hatte den zweitschnellsten Lauf meiner gesamten Kariere in der Halle hingelegt. Über 52,01s war ich dann zwar ein klein bisschen unglücklich, weil 51,99s sicherlich besser ausgesehen hätte, aber ich freute mich sehr über den guten Lauf und die schöne Zeit.

Aber schon jetzt war mir klar, dass die Teilnahme an der Hallen-WM in Budapest gefährdet war, weil die Planung im Hinblick auf Olympia keine Zeit für dieses Ereignis zuließ.

 

04.02.2004

SPARKASSEN INDOOR MEETING in Dortmund:

Dieser Lauf sollte von Anfang an etwas schwierig werden, da ich wusste, dass keine internationale Beteiligung mitlaufen würde und ich mir bewusst war, dass ich das Rennen alleine gestalten musste.

So war es dann auch und ich versuchte gut von vorn zu laufen. Ich ging noch etwas schneller an als in Erfurt und wurde dann am Ende mit einer Zeit von 52,45s und Platz 1 belohnt.

Ich war ganz zufrieden, wusste aber, dass ich in einem optimalen Rennen noch mindestens 2/10 Sekunden draufpacken konnte.

 

29.01.2004

TEAG INDOOR MEETING in Erfurt:

Vor meinem ersten 400m-Lauf war nicht nur ich sehr nervös, sondern - wie ich zu entdecken glaubte – auch mein Coach machte einen sehr aufgeregten Eindruck.

Ich durfte erst nach 21Uhr in die Blöcke, was das ganze nicht einfacher machte, denn den Tag bis dahin rum zu bekommen, ist gar nicht so leicht.

Am Ende ging es doch ganz gut für mich aus: Birgit Rockmeier legte einen furiosen Start hin und führte nach der ersten – sehr schnellen – Runde. Ich konnte sie auf den letzten 100m nach ein wenig Gerangel noch überholen und kam in guten 52,71s ins Ziel.

Fazit: für den ersten 400m-Lauf ein relativ gutes Ergebnis, mit der Hoffnung und dem Wissen, dass es noch schneller geht!

 

24.01.2004

Offene Berlin- Brandenburgische Meisterschaften in Potsdam:

Als ausgewiesene „60m-Spezialistin“, nahm ich auf eigenen Wunsch auch diese extreme Kurzstrecke in Angriff und fühlte mich im Vorlauf auf meiner Bahn 1 auch sichtlich wohl. Plötzlich hatte ich mit 7,75s die schnellste Vorlauf-Zeit auf der Ergebnissliste stehen und war mir doch bewusst, dass es im Endlauf noch mal rund gehen würde. Berlin hat ja einige gute Sprinterinnen. Und ich sollte mich nicht täuschen.

Im Endlauf wurde ich leider nur 4., was mich aber wenig enttäuschte, zumal ich noch einen Tick schneller sein konnte, als im Vorlauf (7,71s).

Die 200m Vorläufe folgten eine Stunde später und ich fühlte mich jetzt schon ziemlich müde. In 24,14s kam ich ziemlich kaputt ins Ziel. Die schwerste Prüfung kam aber erst noch.

Wegen des ziemlich athletenunfreundlichen Zeitplans, musste ich knapp 3Stunden auf meinen Endlauf warten, ehe ich zum Endlauf – wieder gegen Nadine Balkow – antreten konnte. Diesmal erwartete ich eigentlich nicht mehr viel von mir, weil der Tag schon ziemlich an den Kräften gezehrt hatte. Trotz allem blieb die Uhr bei 23,89s stehen und ich freute mich riesig!

Endlich mal wieder eine Zeit deutlich unter 24s und zu meiner 200m Bestleistung fehlte leider nur 1/100 Sekunde.

 

17.01.2004

Vorbereitungswettkampf in Berlin:

Im Vorlauf noch lief ich an diesem Nachmittag 24,11s, was als nicht so schlecht zu betrachten war, da ich mich nicht besonders auf diesen Wettkapf vorbereitet hatte.

Im Endlauf traf ich dann zum Glück auf Nadine Balkow, die zwar auch eine 400m-Läuferin, aber als sehr gute Sprinterin bekannt ist. Wir trieben uns gegenseitig vorwärts. Und so „fiel“ ich bei 23,98s und mit der Erkenntnis, dass zwei 200m Läufe innerhalb von 1 ½ Stunden auch sehr anstrengend sein können, ins Ziel.

 

10.01. 2004

Vorbereitungswettkampf in Berlin:

300m in meiner Trainingshalle zu laufen, hab ich anfangs als gar nicht so einfach empfunden. Es ging dann doch besser, als ich gedacht hatte, auch weil ich in Claudia Hoffmann eine gute Gegnerin in meinem Lauf gefunden hatte. Sie jagte mich dann auch ab der 150m Marke und so fiel sowohl für mich, als auch für sie der Saisoneinstand sehr positiv aus. Die Zeitmessung blieb bei 37,73s stehen, was für mich Bestleistung bedeutete.